#50 Was für Arten von Trauma gibt es?

Transformations – Inspiration

In dieser Podcastfolge geht es ganz schön sachlich ganz schön zur Sache ….

Ich möchte Dir hier einen Überblick verschaffen, was für Arten von Trauma es gibt, damit Du ein Gefühl dafür entwickeln kannst, was was Deine Mitmenschen oder Dich unter Umständen tief im Innern bewegt.

Der Begriff Trauma wird viel zu undifferenziert verwendet, was bedeutet, dass man vielen Menschen damit nicht gerecht wird. Denn Trauma ist nicht gleich Trauma. Im allgemeinen Sprachgebrauch verstehen die meisten Menschen unter Trauma irgendetwas, was „ganz schlimm“ war. Vielleicht ein Autounfall, eine Naturkatastrophe oder ein bewaffneter Überfall. Es gibt aber auch weit subtilere und komplexere Traumatisierungen. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Methoden, die jeweils helfen.

So viele Menschen begeben sich in Psychotherapie oder machen viele Coachings oder Trainings und erleben, wie um sie herum Menschen aufblühen und heilen, während sie das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten. Das kann eventuell damit zusammen hängen, dass eine Traumatisierung die innere Landschaft so gestaltet hat, das viele übliche (Therapie-) Methoden nicht wirklich greifen. Ein traumatisiertes Seele-Geist-Körper System braucht andere oder zusätzliche Ansätze. Dazu ist es hilfreich zu wissen, was alles zum Begriff Trauma gehört.

Ganz grob unterscheidet man Zwei Kategorien von Trauma

In dieser Folge erfährst du…

  • etwas über verschiedene Arten von Trauma
  • warum es wichtig ist, sie zu unterscheiden
  • warum Trauma nicht gleich Trauma ist
  • dass es ganz unterschiedliche Behandlungsansätze braucht
  • dass es nie zu spät ist, sich auf den eigenen Heilungsweg zu machen

Schocktrauma und Sequentielle Traumatisierung

Ein Schocktrauma ist das, was landläufig unter Trauma verstanden wird. Ein Ereignis, was plötzlich und einmalig auftritt. Das kann etwas sein, wie ein schwerer Verkehrsunfall, das Miterleben einer Naturkatastrophe das Erleben eines Überfalls, ein schwerer Verlust zum Beispiel durch den Tod eines nahen Menschen. Auch ein akuter gesundheitlicher Notfall, der zu einer Notoperation führt oder die Konfrontation mit einer schweren Diagnose. Die Liste kannst du natürlich ins unendliche fortführen. Ein Schocktrauma, ist etwas anderes als ein sequentielles Trauma und führt zu anderen Symptomen, was in der Folge auch unterschiedliche Behandlungswege erforderlich macht.
Sequentiell bedeutet, dass die Traumatisierung nicht einmalig stattgefunden hat, sondern über eine ganze Zeitspanne, eine Sequenz. Das kann vieles sein, wie z.B. eine Kindheit in einem gewaltvollen Elternhaus, eine Geiselnahme, Folter, Flucht und Vertreibung. Stalking, eine toxische Beziehung oder die schwere Erkrankung eines Familienmitglieds und dessen Pflege.

Eine Art sequentielles Trauma ist das Entwicklungstrauma/Bindungstrauma

Entwicklungstrauma wird eine ganz eigene Folge gewidmet. Es kann ausgelöst werden durch sequentielle Traumatisierungen in der Kindheit. Besonders ein unsicheres Umfeld (ob durch Gewalt oder eine Krankheit eines Elternteils) kann zu einem Entwicklungstrauma führen.
Entwicklungstraumata beinhalten oft auch Bindungstraumata. Hier betrifft die Traumatisierung die Bindungsebene zwischen Kind und Bezugsperson.
Dazu wie gesagt in der nächsten Folge mehr.

Transgenerationale Traumatisierungen

Bindungstrauma führt oft zu transgenerationalen Traumatisierungen, da das unverarbeitete Trauma unbewusst weiter gegeben wird. „Eine Ohrfeige hat mir damals auch nicht geschadet“ oder „meine Mutter konnte mich nicht lieben, weil sie den frühen Tod ihrer Mutter nie überwunden hat.“, das sind Beispielsätze zu über Generationen weiter gegebene Traumafolgen. Das ist sehr traurig und oft tragisch und betrifft uns als Gesellschaft sehr stark, da wir immer noch unter den langen Schatten des zweiten Weltkrieges zu stehen scheinen.

Sekundäre Traumatisierung

Diese Traumata entstehen durch das empathische Mitfühlen mit einem traumatisierten Menschen. Sie betrifft daher vor allem Helfer und Freunde von traumatisierten Menschen. Das Zuhören und Mitfühlen kann ebenso traumatisierend sein, wie das Bezeugen eines traumatisierenden Erlebnisses oder das selbst Erleben.

Wichtig:

Es ist niemals Hopfen und Malz verloren. Es ist nie zu spät, sich der Heilung der Versehrtheit durch Trauma zuzuwenden.

Ich verneige mich tief vor allen Menschen, die sich ihrer Traumageschichte zuwenden und die damit ihre ganz eigene, ganz besondere Tiefe und ihr ganz eigenes Leuchten entwickeln.
Ich wünsche allen, die es noch vor sich haben, ganz viel Mut und die Zuversicht, niemals aufzugeben! Wer Trauma überlebt hat, hat auch die Kraft, es zu transformieren.

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