#81 Trauma und Sucht

Transformations – Inspiration

Sucht und Abhängigkeit sind große Themen in unserer Gesellschaft, die einen sehr großen Teil unserer Bevölkerung betreffen….

In dieser Folge erfährst Du:

  • dass es verschiedene, komplexe Formen der Abhängigkeit gibt
  • wieso traumatisierte Menschen häufiger in Abhängigkeit geraten
  • welcher Mangel durch gewisse Verhaltensmuster oder Substanzen kompensiert werden soll
  • was es braucht, um aus der Sucht-Spirale auszubrechen

Wenn ich hier von Sucht oder Abhängigkeit spreche, dann meine ich nicht nur die Substanzmittelabhängigkeit. Also von Alkohol, Drogen oder Substanzen, die man sich zuführt, sondern ich spreche auch von anderen Süchten. Von all den Süchten, die wir teilweise gesellschaftlich gar nicht als so auffällig wahrnehmen. Ich möchte Abhängigkeit in dieser Folge so definieren, wie es in der Medizin im Moment gehandhabt wird. Nämlich, dass Abhängigkeit, das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand beschreibt. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Hier hat nicht der Verstand die Kontrolle, sondern das Verlangen, das unabweisbar ist. Das beeinträchtig die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und die sozialen Chancen eines Individuums, so die momentan gängige Definition von Abhängigkeit. Ich finde das bringt schon zum Ausdruck worum es hier heute gehen soll. Nämlich, dass es bei einer Suchterkrankung oder bei der Abhängigkeit von etwas immer darum geht, einen Zustand zu erlangen oder einen gegenwärtigen Zustand verändern zu wollen. Und wir stellen hier natürlich auch die Frage, was hat das alles mit Trauma zu tun? Selbstverständlich möchte ich dir auch, falls du betroffen bist oder Betroffene kennst, hilfreiche Inspirationen an die Hand geben, wie du dich einem suchthaften Verhalten oder einer Abhängigkeit zuwenden kannst, um sie nach und nach zu transformieren.

Das Ziel ist die Zustandsveränderung

Diese Umschreibung von Abhängigkeit zeigt auch, dass es hier nicht vorrangig um den Stoff, die Substanz geht, von der man abhängig ist, sich abhängig fühlt oder sich abhängig erlebt. Sondern, dass es vor allem um das Ziel geht, das erreicht werden soll. Also die Zustandsversänderung. Dazu kann vieles führen. Neben Substanzen, die wir landläufig Drogen nennen, oder so etwas wie Alkohol, können natürlich auch viele, viele andere Helfer zur Zustandsveränderung führen. Das kann zum Beispiel Sex sein, es kann Sport sein, es können aber auch solche Dinge wie Shopping sein oder das Spielen am Handy oder Computerspiele. Essen kann als ein Hilfsmittel zur Zustandsveränderung benutzt werden und dadurch suchthaft werden oder auch jede andere Tätigkeit, die man sich nur so vorstellen kann. Lesen, lernen, arbeiten. Letzteres ist übrigens sehr gängig. Oder auch schlafen. Im Grunde kann jedes Verhaltensmuster abhängig oder suchthaft eingesetzt werden. Man könnte vielleicht sogar soweit gehen zu sagen, manche Selbstbilder, manche Glaubenssätze, manche Geschichten, die man über sich selbst erzählt, werden fast obsessiv oder eben suchthaft innerlich wiederholt. Es geht vordergründig um die Zustandsveränderung. Das ist mir ganz wichtig, dass wir das zu Anfang klarstellen und verstehen. Denn Sucht und Abhängigkeit wird in unserer Gesellschaft oft immer noch sehr eindimensional wahrgenommen oder verstanden und deswegen auch behandelt. Man geht hauptsächlich von dem Symptom der Abhängigkeit von Substanzen aus und versucht über Abstinenz eine Abhängigkeit zu heilen und so aus dem Strudel herauszufinden. Leider funktioniert das sehr selten. Weil der Mensch, der abhängig ist von einer Substanz beispielsweise oder auch all dem anderen genannten, nicht auf die Substanz oder das Muster oder was auch immer hier benutzt wird verzichten kann, solange er nicht gelernt hat eine Zustandsveränderung auf einem anderen Wege herbeizuführen.

Was hat das mit Trauma zu tun?

Wie du vielleicht schon weißt, findet Trauma oder eine Traumafolge vor allem im Nervensystem ihren Niederschlag und vor allem in der Regulation des eigenen Nervensystems. Menschen, die an Traumafolgen leiden haben in aller Regel Schwierigkeiten, ihr Nervensystem zu regulieren, was zu unterschiedlichsten Symptomen führen kann. Zum Beispiel zu einem dauerhaft übererregten Nervensystem, was zu Angstzuständen, einem dauerhaften Gefühl des Alarmiertseins oder Schlafstörungen führen kann. Was auch zu dem mangelnden Gefühl von Sicherheit oder Vertrauen in der Welt führen kann. Oder Menschen mit einem dauerhaft untererregten Nervensystem, die Schwierigkeiten haben, ihren Antrieb und ihren Impuls zu finden. Das sind unterschiedliche Beispiele..

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