#92 Du bist genug. Die Heilkraft des Wohlwollens

Transformations – Inspiration

Das Gefühl nicht gut genug zu sein und alles daraus sich entwickelnden Muster und Handlungsweisen führen zu einer harten und oft herzlosen Verurteilung der eigenen Person…

In dieser Folge erfährst Du:

  • was Wohlwollen bedeutet
  • welche Aufgabe Verurteilung hat
  • was Ego States und Selbstliebe mit Wohlwollen zu tun haben
  • wie sich eine wohlwollende Haltung auf die Welt auswirken kann

Ich arbeite nun ungefähr seit 17 Jahren mit Menschen zusammen. Wenn ich zurückblicke auf diese 17 Jahre und mir die verschiedenen, feinen, interessanten und wunderbaren Menschen vor Augen führe, dann finde ich bei fast allen eine Gemeinsamkeit. Diese Gemeinsamkeit birgt eine Grundhaltung oder eine grundlegende Überzeugung über sich selbst, die eine sehr starke Wirkung hat. Diese Gemeinsamkeit ist der Glaubenssatz oder die Überzeugung, nicht gut genug zu sein, irgendwie nicht gut genug zu sein, nicht zu genügen oder einfach nicht so zu sein, wie man sein müsste, um ein liebenswerter Mensch zu sein. Diese Überzeugung ist eine typische Folge von gewissen Prägungen. Sie ist ein ganz typisches Muster, das sich besonders bei frühen Prägungen und ganz sicher bei Bindungs- oder Entwicklungstrauma entwickelt. Unsere Art in einer Gesellschaft Werte zu benennen, trägt dazu weiter bei, denn wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es scheinbar am leichtesten ist, dazuzugehören und sich dadurch sicher und wertvoll fühlen zu können, wenn man viel und sehr „gutes“ leistet – was auch immer „gut“ hier heißen mag. Das Muster/Gefühl nicht gut genug zu sein entsteht auch durch bedingte Liebe. Durch das Verknüpfen vom Geliebtwerden an gewisse Bedingungen, was leider auch viele Menschen in ihrem Leben früh schon gelernt haben, und dann auch in ihrer weiteren Biografie wiederfinden. Das ist sehr schade, denn es ist sehr wirkungsvoll. Diese Idee oder Überzeugung nicht gut genug zu sein und die daraus folgenden Muster der Anstrengung und Kompensation haben einen hohen Preis.

Das Gegenteil von Mitgefühl ist Verurteilung

Warum erzähle ich dir das an dieser Stelle, wo es doch eigentlich so leicht sein soll und um eine wunderbare Kraft, die Kraft des Wohlwollens gehen soll? Ich spreche von dieser „Volkskrankheit“ aus einem ganz einfachen Grund: Das Gefühl nicht gut genug zu sein und alle daraus sich entwickelnden Muster und Handlungsweisen führen zu einer harten und oft herzlosen Verurteilung der eigenen Person. Anders gesagt, dieses Muster, diese Prägung, diese Überzeugung „Ich bin nicht gut genug!“, ist die meist gefundene Verhinderung von Wohlwollen. Sie ist das Gegenteil von Wohlwollen. Sie ist pures, reines Verurteilen. Verurteilen und abwerten haben einen ganz einfachen Sinn, einen einfachen Zweck. Wer urteilt, fühlt nicht mehr mit dem Herzen. Urteilen hat eine trennende Wirkung und das ist natürlich nicht schön aber manchmal auf eine ungute Art und Weise leider sinnvoll. Wenn ich mich mit meinen eigenen Gefühlen überfordert fühle, wenn ich mich von jemand anderem in irgendeiner Weise, vielleicht ganz unbewusst, angesprochen und dadurch getriggert fühle, dann ist das Urteilen eine Möglichkeit, Distanz zu schaffen. Es ist eine Möglichkeit, in ein Gefühl der Härte und damit verbundener, zwar nicht wirklicher, aber doch empfundener Stärke zu gehen. Urteilen kann auch helfen, beispielsweise über Vergleiche in eine Motivation zu gelangen, in die Richtung sich weiter zu optimieren und durch die harte Fähigkeit zu urteilen nicht aufzugeben und nur nicht in eine Art Weichheit und Empfindsamkeit zu kommen. Urteilen, könnte man sagen, ist ein Gegenteil zu Mitgefühl und ich spreche hier nicht von einem kritischen, zugewandten Geist, sondern von dem harten, richtenden Urteil, das uns so sehr verletzen kann.

Wohlwollen ist die Brücke zur Selbstliebe

All das und noch viel mehr Ungünstiges und manchmal sogar Destruktives entsteht also aus dem Gefühl und der Überzeugung, nicht gut genug zu sein. Dieses Gefühl, diese Überzeugung ist etwas so schmerzhaftes, dass sie uns manchmal regelrecht entmenschlicht. Ich glaube, diese Urwunde des Gefühls nicht gut genug zu sein ist eine Hauptursache für den Schmerz, das Leid und all das sogenannt Böse in unserer Welt. In dem Moment, wo ich mich nicht gut genug fühle, fühle ich mich ungeliebt. In dem Moment, wo ich mich ungeliebt fühle, habe ich ein echtes Problem. Das ist ein so tiefer Schmerz, dass es schwer ist, ihn auszuhalten so dass ich viel unternehmen werde, um ihn eben nicht zu spüren…

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