#99 Trauma – Emotionales Essen und Bulimie

Transformations – Inspiration

Was ich heute beleuchten möchte, ist der Zusammenhang zwischen emotionalem Essen und Trauma. Emotionales Essen und auch Bulimie, auf die ich später noch einmal genauer eingehen werde, sind beides Formen von Essverhalten, die etwas suchthaftes haben…..

In dieser Folge erfährst Du:

  • was emotionales Essen und Bulimie sind
  • etwas über den Zusammenhang mit traumatischen Erfahrungen
  • was das Nervensystem mit diesen Kompensationsstrategien erreichen möchte
  • was es für mögliche Lösungen gibt, um in einen heilsamen Prozess zu gelangen

In dieser Folge widme ich mich einem Thema, zu dem ich schon zahlreiche Fragen bekommen habe und das deswegen dieses Mal dran ist. Das Thema ist viel zu reichhaltig und viel zu groß für eine einzelne Podcastfolge, wie so viele dieser Themen, die in meinem Podcast angeschnitten werden. Ich möchte trotzdem versuchen, so viel wie möglich an hilfreichem Essenziellem zu diesem Thema hier mit dir zu teilen. Es geht um den Zusammenhang zwischen Trauma und Essen. Mich haben viele Fragen erreicht zu dem Themenfeld emotionales Essen und auch zu dem Themenfeld Bulimie, sodass ich darauf jetzt eingehen möchte. Du findest im Internet ganz vieles und auch viel sehr Gutes zum Thema emotionales Essen. Einige Menschen haben sich auf dieses Thema spezialisiert, weil es so viele Menschen betrifft. Ich möchte einfach diesen einen Ausschnitt beleuchten, den Zusammenhang mit Trauma. Solltest du selbst von diesem Thema betroffen sein, wünsche ich dir ganz wohltuende „Aha“-Erlebnisse und Erkenntnisse, die dich stärken. Wenn du nicht betroffen sein solltest, was ich dir natürlich von Herzen wünsche, dann wirst du in dieser Folge einige Informationen bekommen, die dich dabei unterstützen, deine Mitmenschen noch besser zu verstehen. In diesem Sinne also viel Freude und Inspiration beim Lauschen.

Emotionales Essen

Essen ist generell ein recht emotionales Thema. Ich erinnere mich noch lebhaft daran, als ich nach dem Abi in der Gastronomie jobbte und Menschen im Service begegnete. Mir fiel schon damals auf, dass manche Verhaltensweisen im Bezug auf Essen sehr besonders waren. So hatte ich ganz oft das Gefühl, dass Menschen, die sich zum Beispiel mit einem Essen nicht zufrieden fühlten mir wie Kinder begegneten. In einer trotzigen oder motzigen Haltung oder in einer Haltung, die nicht besonders kontrolliert oder reguliert wirkte, sondern die oft sehr emotional war. Das hat mich schon damals stutzig gemacht. Heute kann ich mir mein Gefühl von damals so erklären, dass Menschen Essen und Nahrung häufig als etwas empfinden, was weit mehr bedient oder erfüllt, als nur das Stillen von Hunger. Natürlich ist Essen etwas, was wir verbinden mit Genuss, mit schönen Momenten, mit Ästhetik, mit feinen Nuancen, vielleicht auch mit Achtsamkeit, mit Lebenskraft usw.. Das ist aber nicht die Ebene, auf die ich heute hinaus mag. Ich möchte auf die Ebene hinaus, die vermutlich viele von den Lauschenden hier kennen. Nämlich die Ebene, auf deer Essen etwas ist, was einen belastet. Was nicht in dieser Weise kultiviert oder gelebt wird, wo es nur um Genuss geht oder um das gesunde Stillen eines körperlichen Hungers. Es hat sich in letzter Zeit der Begriff des "emotionalen Essens" entwickelt. Das ist keine Diagnose, das beschreibt nicht ein Symptom im psychopathologischen Sinne. Es ist ein Begriff, der ein Phänomen umschreibt, das viele Menschen kennen. Dieser Begriff beschreibt vereinfach gesagt, das Essen, das eben nicht dem Stillen eines körperlichen Bedürfnisses des Hungers dient, sondern das darüber hinaus geht und das, ganz vereinfacht gesagt, eher viel mehr den Auftrag erfüllt, ein emotionales Bedürfnis zu stillen. Du findest in den Shownotes ein paar Links zum Thema "Emotionales Essen".

Essen als Sucht

Was ich heute beleuchten möchte, ist der Zusammenhang zwischen emotionalem Essen und Trauma. Emotionales Essen und auch Bulimie, auf die ich später noch einmal genauer eingehen werde, sind beides Formen von Essverhalten, die etwas suchthaftes haben. Die also mit einem inneren "Suchtdruck" verbunden sind. Man hat, wenn man unter emotionalem Essen leidet, nicht die Wahl es anders zu machen ohne dass es einem schlecht geht. Eine Sucht ist aus der traumatherapeutischen Sichtweise immer zu verstehen als eine Kompensationsstrategie für ein darunterliegendes, dem zugrunde liegendes, ungelöstes Thema. Eine Sucht kann man auch als eine alte Lösungsstrategie verstehen. Hier mag ich dich einladen der Folge „Trauma und Sucht“ zu lauschen, die ich vor einer Weile aufgenommen habe. Vielleicht ist es gut, sie vor dieser Folge zu hören. Du findest sie in den Shownotes verlinkt. Auch auf diesen Aspekt werde ich später noch einmal genauer eingehen.

Essen als Kompensationsstrategie

Wenn wir mit so etwas wie Süchten konfrontiert sind. Egal ob es sich um Essen, Bulimie oder andere Strategien wie suchthaft Sport zu betreiben, exzessiv Computer zu spielen, Serien zu schauen oder was auch immer, dann ist hinlänglich bekannt, auch natürlich in der traumatherapeutischen Ebene, dass die Symptombekämpfung nicht nachhaltig hilft, weil das Symptom nie das eigentliche Problem ist. Wenn wir am Symptom arbeiten, z.B. wenn wir ausschließlich verhaltenstherapeutisch arbeiten, um andere Muster zu lernen und andere Gewohnheiten zu etablieren, dann kommt es, wenn Trauma im Hintergrund ist und daraus eine Sucht entstanden ist, häufig zur Symptomverschiebung…

…wenn du mehr erfahren möchtest, lausche meinem Podcast auf YouTube, Spotify oder iTunes.

Shownotes

  • Trauma und Sucht // Podcast #81
  • Entwicklungstrauma verstehen // Podcast #51
  • Frühe Prägungen wirken sich auf deine Beziehungen aus // Podcast #43
  • Ohnmacht und Starre / Polyvagaltheorie // Podcast #84
  • Buch: Die Frau, die im Mondlicht aß von Anita Jahnston
  • Buch: Essen als Ersatz von Geneen Roth

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Ich wünsche dir viel Freude und Inspiration beim Lauschen. Ich freue mich riesig über Kommentare (z.B. auf Instagram @verenakoenig.official), in denen du teilst, was dich in dieser Folge berührt hat. Ich freue mich sehr, dass wir verbunden sind!

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